5 reasons why you should learn Uzbek - 5 Gründe warum Du Usbekisch lernen solltest

EN: Uzbek is a beautiful and exciting language with many influences and the Uzbeks are wonderful people, which would actually be enough reasons to learn Uzbek. By learning I don't even mean that you have to bring the language to a certain level and have small talk, but that you should learn the most important words and expressions to show respect to the locals. However, as already mentioned, there are several reasons to learn the language correctly.



DE: Usbekisch ist eine schöne und spannende Sprache mit vielen Einflüssen und die Ubsekinnen und Usbeken sind wundervolle Menschen, was eigentlich schon genug Gründe wären, um Usbekisch zu lernen. Mit Lernen meine ich nicht einmal, dass ihr die Sprache auf ein gewisses Niveau bringen müsst und Small Talk führen müsst, sondern dass du die wichtigsten Wörter und Ausdrücke lernen solltest, um den Einheimischen Respekt entgegenzubringen. Doch wie bereits erwähnt, gibt es einige Gründe die Sprache richtig zu lernen.



Number one: Get familirar with Turkic languages

Uzbek is the mother tongue of around 27 million people, the majority of whom are in Uzbekistan (22 million) and the rest in the neighboring countries of Tajikistan, Kyrgyzstan, Kazakhstan and Turkmenistan as well as in Xinjiang (China). Uzbek is one of the Turkic languages. So if you learn Uzbek, you will get closer to a whole (for many new/unknown) language group. This language family includes languages ​​such as Turkish, Azerbaijani, Kazakh, Kyrgyz, Turkmen, Tatar and less known languages ​​such as Chuvash, Bashkir or Uyghur. Despite its geographical distance (Uyghurs live in western China), the latter is closely related to Uzbek. Anyone who has already learned two foreign languages ​​from a language family knows how much easier it is to learn the second language. Or that you may understand words in an unlearned language from the same language family.

My experience: I have often understood something in another Turkic language due to my knowledge of Uzbek, especially Turkish i understand quite well. But I also have to say that I have already learned a little Turkish. My interest in the Turkish language started with a school friend who taught me the first words. Then Tarkan came. Since I really wanted to sing along, I memorized the lyrics. Later I learned a few months using an app (the reason was a city trip to Istanbul). So when I went to Uzbekistan, the language was not foreign to me, but I quickly realized that the two languages ​​were different. Nevertheless, I always have experiences that I understand words/sentences in other Turkic languages. For example, I recently watched a video about the similarities between Turkish and Yakut (a language in Siberia) and understood a lot. (video below) Or I met a Turk in Switzerland who worked in Kyrgyzstan for several years and we talked in a Uzbek-Kyrgyz-Turkish mixture.



Nummer 1: Mach dich vertraut mit Turksprachen

Usbekisch ist die Muttersprache von ungefähr 27 Millionen Menschen, davon befindet sich ein grossteil in Usbekistan (22 Millionnen) und die restlichen in den Nachbarländern Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan und Turkmenistan sowie in Xinjiang (China). Usbekisch gehört zu den Turksprachen. Wer also Usbekisch lernt, der kommt einer ganzen (für viele neuen/unbekannten) Sprachgruppe näher. Diese Sprachgruppe umfasst Sprachen, wie Türkisch, Aserbaidschanisch, Kasachisch, Kirgisisch, Turkmenisch, Tatarisch sowie unbekannteren Sprachen wie Tschuwaschisch, Baschkirisch oder Uigurisch. Letzere ist trotz ihrer geografischen Entfernung (Uiguren leben in Westchina) stark mit dem Usbekischen verwandt. Wer schon einmal zwei Fremdsprachen einer Sprachfamilie gelernt hat, weiss wie viel einfacher das Erlernen der zweiten Sprache ist. Oder das man Dinge in einer ungelernten Sprache aus der gleichen Sprachfamilie versteht.

Meine Erfahrung: Ich habe schon öfters etwas in einer anderen Turksprache verstanden, aufgrund meines Usbekisch-Wissens. Vor allem Türkisch verstehe ich nicht schlecht. Ich muss aber auch sagen, dass ich zuvor bereits ein bisschen Türkisch gelernt habe. Mein Interesse für die türkische Sprache begann mit einer Schulfreundin, die mir erste Worte beibrachte. Danach kam Tarkan. Da ich unbedingt mitsingen wollte, lernte ich die Liedtexte auswendig. Später lernte ich mithilfe einer App einige Monate (Grund war ein Städtetrip nach Istanbul). Als ich also nach Usbekistan ging, war mir die Sprache nicht fremd, aber dennoch merkte ich rasch, dass sich die beiden Sprachen unterscheiden. Dennoch mache ich immer wieder Erfahrungen, dass ich Wörter/Sätze in anderen Turksprachen verstehe. Vor Kurzen habe ich beispielsweise ein Video geschaut über die Gemeinsamkeiten von Türkisch und Jakutisch (Sprache in Sibirien) und habe vieles verstanden/gewusst. (Video oben) Oder ich habe in der Schweiz einen Türken getroffen, welcher mehrere Jahre in Kirgistan gerarbeitet hat und wir haben uns in einem Usbekisch-Kirgisisch-Türkisch-Gemisch unterhalten.



Number 2: Discover a new culture

Anyone who deals with a language sooner or later also deals with the culture of the country/speakers. Uzbek culture is unique due to its location in the heart of the Silk Road. Over the centuries, countless travelers, traders and conquerors have traveled through the territory of what is now Uzbekistan, leaving behind a melting pot of cultures. The traces of all those peoples can be seen not only in the different facial features of the Uzbek people, but also in their customs and traditions. For example, Uzbek Islam (approx. 90% of the population profess Sunni Islam). In Uzbekistan, the Muslim faith has mixed with pre-Islamic rites and developed a unique Islam. Or the literature. Unfortunately, not many works by Uzbek authors are available in German or English (check out my last post for more information), but since the territory was part of the Persian Empire for a long time, the Persian classics of literature by Ferdowzi, Hafez, Nizami or Rudaki belong to Uzbek culture.

My experience: When I was in Uzbekistan for the first time, I was immediately blown away. The beautiful handicrafts fascinated me. For hours I admired the incredible patterns on fabrics, tiles and wood. But the customs also fascinated me. Perhaps also because living traditions is old-fashioned in the Western world, but in Uzbekistan they're still practising them. I still don't know all of them, but I'm looking forward to discover them too. I would also like to mention Uzbek music. I've always listened to music from different countries and love variety. Uzbek music with its countless influences is just right for me. Sometimes it sounds almost Indian or Turkish, sometimes Persian. In pop music, the Russian influence can also be heard, or rather the Soviet one, because sometimes there are also Caucasian and other influences. In addition, the taste of music of Uzbeks is as diverse as my own. So it is not unusual for that in a restaurant they play an Uzbek song, then a Tajik, afterwards a Georgian and finally a Russian song. And then Modern Talking! That's no joke. The Uzbeks (actually all Central Asians) love the music of the German duo.



uzbek_wedding_customs
Uzbek weddings are full customs - Usbekische Hochzeiten sind voller Bräuche


Nummer 2: Entdecke eine neue Kultur

Wer sich mit einer Sprache beschäftigt, beschäftigt sich früher oder später auch mit der Kultur des Landes/der Sprecher. Die usbekische Kultur ist aufgrund seiner Lage im Herzen der Seidenstrasse einzigartig. Über die Jahrhunderte zogen unzählige Reisende, Händler und Eroberer durch das Territorium des heutigen Usbekistans und hinterliessen einen Schmelztiegel der Kulturen. Die Spuren all jener Völker sind nicht nur in den unterschiedlichen Gesichtszügen der Usbeken und Usbekinnen, sondern auch anhand ihrer Sitten und Bräuche zu erkennen. So zum beispiel der usbekische Islam (ca. 90% der Einwohner bekennen sich zum sunnitischen Islam). In Usbekistan hat sich der muslimische Glaube mit vorislamischen Riten vermischt und einen einzigartigen Islam entwickelt. Oder die Literatur. Leider sind nicht viele Werke von usbekischen Autoren in deutscher oder englischer Sprache erhältlich, da das Territorium jedoch lange Teil des Persischen Reichs war, gehören die persischen Klassiker der Literatur von Firdausi, Hafis, Nisami oder Rudaki mit zur usbekischen Kultur.

Meine Erfahrung: Als ich das erste Mal in Usbekistan war, war ich sofort hin und weg. Die wunderschönen Kunsthandwerke faszinierten mich. Stundenlang bewunderte ich die unglaublichen Muster auf Stoffen, Kacheln und Holz. Aber auch die Bräuche faszinierten mich. Vielleicht auch deshalb, weil bei uns das Ausleben von Traditionen als altbacken gilt, in Usbekistan werden diese jedoch noch gelebt. Ich kenne immer noch nicht alle, aber freue mich diese auch noch zu entdecken. Ich möchte auch noch die usbekische Musik erwähnen. Ich habe schon immer Musik aus den unterschiedlichsten Ländern gehört und liebe Abwechslung. Die usbekische Musik mit ihren unzähligen Einflüssen ist also genau das richtige für mich. Manchmal klingt es fast indisch oder türkisch, dann wieder persisch. In der Popmusik ist auch der russische Einfluss hörbar oder besser gesagt der sowjetische, denn manchmal gibt es zum Beispiel auch kaukasische Einflüsse. Zudem ist der Musikgeschmack der Usbeken genau so divers wie mein eigener. Es ist also nichts ungwöhnliches wenn aus den Lautsprechern im Restaurant nach einem usbekischen Lied, ein tadschikisches, dann ein georgisches und schliesslich ein russisches Lied dröhnt. Und dann noch Modern Talking! Das ist kein Witz. Die Usbeken (eigentlich alle Zentralasiaten) lieben die Musik des deutschen Duos.




Number 3: Persian and other language influences


I have already mentioned the Persian Empire. Of course, the Persian dynasties left their mark not only culturally, but also linguistically. Many Uzbek words are loanwords from Persian. For example the days of the week: yakshanba, dushanbe, seshanba ... (Eglishn: Monday, Tuesday, Wednesday) Yak, du and se means nothing more than one, two and three. Persian influence is even stronger in the Uzbek cities of Bukhara and Samarkand, since the majority of the population of these cities are Tajiks (ethnically related to the Iranians). So if you spend a long time in these cities, you automatically learn some Tajik. Perhaps I should also mention that Persian and Tajik do not belong to the Turkic languages, but are a separate branch of the Indo-European language family. Another language that had a strong influence on the Uzbek language is Arabic. With the spread of Islam in Central Asia in the 8th century, the Arabic language also spread. Words such as "tarix" (history), "iqtisod" (economy), "asr" (century), "muhim" (important) or "qalam" (pen) are loanwords from Arabic. Because of the affiliation to Tsarist and later to Soviet Russia, many loanwords from Russian have also become established in the Uzbek language, such as "ruchka" (pen) or "sumka" (bag). Although the Latin alphabet was officially introduced in 1997, the Cyrillic alphabet is still used. One reason is that the older people who went to school in Soviet times did not learn the Latin alphabet. So if you learn Uzbek, sooner or later you will learn the Cyrillic alphabet. There are also several loanwords from German (gastarbeiter, rucksack) and English (mikser, blender).


My experience: I have already mentioned the language video "Turkish vs. Yakut". I like to watch such language videos and have already watched many with Iranian and I could always understand some words. (as in the video below) Since the Persian Empire had extended over large territories, the influences are not only limited to Uzbekistan. For example, the number words. In Kurdish, Afghan or Tajik, the numbers are very similar to those in Persian. My four semesters of Arabic during my studies also brought me some "Ah I know that" moments. There used to be more Arabic loan words, but these were replaced by Turkish or Russian words. Let's talk about the Russian influence. There is an Uzbek counterpart for most Russian loanwords, but the Russian variant is used more often (e.g. "stakan" (glass); Uzbek: shisha). I can recommend a basic course in Russian to everyone. Mastering the Cyrillic alphabet helped me not only in Uzbekistan (but already in Serbia, Bulgaria, Macedonia or during my airport stays in Moscow). You may have already noticed that I am very interested in languages ​​and therefore I am very fascinated by these language influences.