Ramadan in Uzbekistan / Ramadan in Usbekistan

Aktualisiert: Mai 20

When I arrived in Uzbekistan in early June 2017, the Ramazon (as the Muslim fasting month is called in Uzbekistan) had already started. However, for many Uzbeks it is a month like any other and only a few people do the fasting. Most Uzbeks eat and drink what and when they want. This can also be a bottle of vodka for lunch, as I have seen with three older men. (I don't understand how to drink a bottle of vodka in these warm temperatures at lunchtime.) This behavior would be impossible in some Muslim countries, but in Uzbekistan the interpretation of Islam is very liberal. (Certainly because Uzbekistan was part of the Soviet Union, where it was forbidden to practice a religion in public spaces.) Islam in Uzbekistan and throughout Central Asia is not comparable to the Islam of other countries. The Central Asians have their own interpretation and belief in nature (Tengrism) has an important part in everyday life. For example, thousands of years old customs, such as burning herbs to keep evil spirits away, are still practiced in Central Asia. Iftor

Back to Ramadan. Although not many fast, the "iftor" (breaking the fast) is often celebrated with family, friends and neighbors. I was honored to be invited to such fasting suppers. Mostly women and men are separated, or men are on one half of the table and women on the other. You wait until the sun goes down, then a prayer is said. After that you can choose whatever you like from the fully laid table, respectively floor.

Nishollo

During the time of Ramadan, the white, viscous sweet "Nishollo" (also called Nisholda) can be found in the bazaars of Uzbekistan.

Last year I was again in Uzbekistan during the fasting month Ramadan. Like two years ago, I didn't notice much of it in Samarkand or Tashkent. This was different during my trip to the Ferghana Valley. Usually you can eat in all Uzbek restaurants and "Choyxonas" (teahouses) almost around the clock, but when we arrived in Kokand around lunchtime all the restaurants were closed. After a while we found a small restaurant that offered food. One does not have to starve as a tourist in Uzbekistan. The bazaars are open as usual and bread, fruits and vegetables, pastries and other snacks are also offered during the Ramazon. Some sights were closed in Kokand, but this was more likely due to the simultaneous visit of the President. In Uzbekistan it is common on festivities and holidays or when you expect guests to (over) fill the table with snacks, salads and fruits. But be careful and do not eat to much, because this is just the starter! It is followed by the main course and dessert. The dessert is often a variety of fresh fruits. Mostly the main course is a stew with vegetables and meat or peppers stuffed with minced meat. Sometimes also Plov, the Uzbek national dish, is served.



My first Ifrot - Mein erstes Iftar

Viscous Nishollo - Dickflüssiges Nishollo


Ramadan in Usbekistan



Als ich Anfang Juni 2017 in Usbekistan ankam, hatte der Ramazon (wie der muslimische Fastenmonat in Usbekistan genannt wird) bereits begonnen. Für viele Usbeken ist es jedoch ein Monat wie jeder andere und nur wenige fasten. Die meisten Usbeken essen und trinken was und wann sie möchten. Das kann auch eine Flasche Vodka zum Mittagessen sein, wie ich bei drei älteren Herren beobachten konnte. (Wie man bei diesen warmen Temperaturen am Mittag eine Flasche Vodka trinken kann, ist für mich unverständlich.) Dieses Verhalten wäre in einigen muslimischen Ländern unmöglich, aber in Usbekistan ist das Auslegen des Islams sehr liberal. (Bestimmt auch weil Usbekistan ein Teil der Sowjetunion war, wo das Ausüben einer Religion im öffentlichen Raum verboten war.) Der Islam in Usbekistan sowie in ganz Zentralasien ist nicht vergleichbar mit dem Islam anderer Länder. Die Zentralasiaten haben eine eigene Auslegung und der Naturglaube (Tengrismus) hat einen wichtigen Bestandteil im Alltag. So werden in Zentralasien Jahrtausende alte Bräuche, wie Beispielsweise das Verbrennen von Kräutern, um böse Geister fernzuhalten, immer noch gepflegt.


Iftor

Zurück zum Ramadan. Obwohl nicht viele fasten, wird das „Iftor“ (Fastenbrechen) gerne mit Familie, Freunden und Nachbaren zelebriert. Ich hatte die Ehre zu solchen Fastenbrechen-Abendessen eingeladen zu sein. Meistens sind Frauen und Männer getrennt oder an einer Tischhälfte sind die Männer und an der anderen die Frauen. Es wird gewartet bis die Sonne untergangen ist, dann wird ein Gebet gesprochen. Danach kann man sich vom voll gedeckten Tisch, resp. Boden, bedienen.


Nishollo

Während der Zeit des Ramadans findet man auf den Basaren Usbekistans die weisse, dickflüssige Süssigkeit "Nishollo" (auch Nisholda genannt).


Letztes Jahr war ich wieder während des Fastenmonats in Usbekistan. Wie bereits zwei Jahre zuvor habe ich davon in Samarkand oder Taschkent nicht viel bemerkt. Während meines Ausfluges ins Ferghanatal war dies jedoch anders. Normalerweise kann man in fast allen usbekischen Restaurants und "Choyxonas" (Teehäuser) fast rund um die Uhr essen, aber als wir um die Mittagszeit in Kokand ankamen, waren alle Restaurants geschlossen. Nach einer Weile haben wir doch noch ein kleines Restaurant gefunden, welches Essen angeboten hat. Man muss als Tourist in Usbekistan jedoch nicht verhungern. Die Basare sind wie üblich geöffnet und es werden auch während dem Ramazon Brot, Früchte und Gemüse, Teigtaschen sowie andere Snacks angeboten. In Kokand waren zudem einige Sehenswürdigkeiten geschlossen, aber dies hing wohl eher mit dem zeitgleichen Besuch des Präsidentetn zusammen.


In Usbekistan ist es üblich an Festen und Feiertagen oder wenn man Gäste erwartet, denn Tisch mit Snacks, Salaten und Früchten zu (über-)füllen. Aber aufgepasst, nicht jetzt schon zu viel essen, denn dies ist erst die Vorspeise! Danach folgen noch Hauptgang sowie Nachspeise. Wobei die Nachspeise oft nur aus frischen Früchten besteht. Der Hauptgang ist oft ein Eintopf mit Gemüse und Fleisch oder mit Hackfleisch gefüllte Spitzpaprika. Manchmal wird auch Plov, das usbekische Nationalgericht gereicht.





#ramadan #iftor #islam #ramazon #iftar #nishollo

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About me

Hello, I'm Marlene. I am 28 and from Switzerland. As a little girl, I was fascinated by the Silk Road and especially Uzbekistan. In summer 2017, I visited the Central Asian country for the first time and immediately fell in love with the country and its people. Unfortunately, I also noticed how unknown Uzbekistan and the whole region are and how many prejudices prevail. With my blog I want to counteract it and show the real Uzbekistan.

 

Über mich

Hallo, ich bin Marlene. Ich bin 28 und komme aus der Schweiz. Schon als kleines Mädchen faszinierten mich die Seidenstrasse und allem voran Usbekistan. Im Sommer 2017 besuchte ich das erste Mal das zentralasiatische Land und verliebte mich sofort in Land und Leute. Leider merkte ich auch wie unbekannt Usbekistan sowie die ganze Region ist und wie viele Vorurteile vorherrschen. Mit meinem Blog möchte ich dem Entgegenwirken und das Echte Usbekistan zeigen.

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