New Year in Uzbekistan / Neujahr in Usbekistan

Uzbekistan is a Muslim country, which is why Christmas is not celebrated here - or at least not by the majority of the population. Nevertheless, from the 14th/15th December on Christmas decorations are everywhere. For the Uzbeks, this is just New Year's decoration and lighting. The Russian influence is visible here. So in addition to snowman and Santa Clauses the Russian Ded Moroz (Father Frost) and Snegurochka (Snowflake) are everywhere. In Uzbek the two are called "qor bobo" (English: snow grandfather) and "qor qiz" (snow girl). "Qor bobo" can also be called Santa Claus or snowman. The tradition of giving gifts on New Year's Eve was also adopted from the Russian tradition. So there is no St. Nicholas Day or gift giving on 24th/25th December. The children will receive the presents on December 31st. The children also recite a poem on that day.


"S novym godom" means "Happy New Year" in Russian

I have to admit that I missed our Christmas mood with the beautiful Christmas markets. Although there is also a "Jahrmarkt" (English: funfair) in Uzbekistan towards the end of the year (this word is used in Uzbek for all kinds of markets). However, the stands are not as nicely decorated as we do and selling completely different goods - including toys for children and Uzbek snacks.


Christmas or rather New Year tree in Samarkand


Now how "yangi yil", the New Year, is celebrated in Uzbekistan. It is a tradition in Uzbekistan to visit relatives and acquaintances on the last day of the year. So guests are expected in every house and the tables are lushly laid everywhere. There are various salads, nuts, sausages, sweets, fruit and much more. In addition, a warm dish is prepared, usually a "Shurva" (English: soup). However, you don't stop at just one place, you go from house to house. At noon the "eating (and drinking) process" starts.


Fortunately, we started in the evening, but we were still able to make four home visits. This was really exhausting, although my "No, I'm full" is slowly being accepted. However, since we still stayed with relatives who didn't seen me befor, nothing helped. I "had to" eat. Everything was delicious, but the next day I had some stomach problems. It's not the best if you eat in a mess ... Despite the digestive problems, it continued the next day. Fortunately, we visited just one friend. However, the host was very persistent. So I had to taste everything, somsa (they were super delicious!), soup and homemade cake... Everything tasted good and I would try more, especially another somsa, but I couldn't eat more.


Back to December 31st. We went home around midnight. It is common that you start the newe year with your own family. We started with tea or compote (Uzbek drink). Unfortunately, we couldn't see the city's fireworks or the one behind the nearby hills. But neither of them seemed to be spectacular. In Uzbekistan it is not like with us, where you can experience beautiful fireworks in almost every city. Here (almost) everything is focused on Tashkent. The capital city's fireworks display is by far the most impressive and is also broadcast on TV.




Usbekistan ist ein muslimisches Land, weshalb Weihnachten hier nicht gefeiert wird – oder jedenfalls von der Mehrheit der Bevölkerung nicht. Dennoch waren ab dem 14./15. Dezember überall Weihnachtsdekoroationen zu sehen. Wobei für die Usbeken dies eben Neujahrsdeko und –beleuchtung ist. Der russische Einfluss ist hier spür-, resp. sehbar. So sind nebst Schnee- und Weihnachtsmännern auch überall Ded Moros (Väterchen Frost) und Snegurotschka (Schneeflöckchen). Auf Usbekisch werden die beiden „qor bobo“ (deutsch: Schnee-Grossvater) und „qor qiz“ (Schnee-Mädchen) genannt. Wobei „qor bobo“ auch Nikolaus oder Schneemann heissen kann. Auch von der russischen Tradition übernommen, wurde die Tradition der Geschenkvergabe am Silvesterabend. Es gibt also keinen Nikolaustag oder Bescherung am 24./25. Dezember. Die Kinder bekommen am 31. Dezember die Geschenke. Auch hier tragen die Kinder auch ein Gedicht vor.


"S nowim godom" bedeutet frohes Neues Jahr auf Russisch


Ich muss gestehen, dass ich unsere Weihnachtsstimmung mit den schönen Weihnachtsmärkten vermisst habe. Obwohl es gegen Ende Jahr in Usbekistan auch einen „Jahrmarkt“ (dieses Wort wird im Usbekischen für jegliche Art von Märkten verwendet) gibt. Die Stände sind jedoch nicht so hübsch dekoriert wie bei uns und auch ganz andere Waren – unteranderem Spielwaren für Kinder und usbekische Snacks - werden verkauft.


Weihnachts-, oder besser gesagt Neujahrsbaum in Samarkand

Nun zu „yangi yil“, also dem neuen Jahr, oder wie man in Usbekistan ins neue Jahr feiert. In Usbekistan ist es Tradition, dass man am letzten Tag des Jahres Verwandte und Bekannte besucht. In jedem Haus werden also Gäste erwartet und überall sind die Tische üppig gedeckt. Es gibt diverse Salate, Nüsse, Wurstwaren, Süssigkeiten, Obst und vieles mehr. Zudem wird eine warme Speise vorbereitet, meistens eine „Schurwa“ (deutsch: Suppe). Man kehrt jedoch nicht nur an einem Ort ein, sondern geht von Haus zu Haus. Ab Mittag kann man mit dem „Ess-(und Trink-)Prozess“ beginnen.


Unglaublich üppig gedeckter Tisch am Silvesterabend

Wir haben zum Glück erst am Abend damit begonnen, hat jedoch trotzdem für vier Hausbesuche gereicht. Dies war echt anstrengend, obwohl mein „Nein, ich bin satt“ langsam akzeptiert wird. Da wir jedoch noch bei, für mich noch unbekannten, Verwandten eingekehrt sind, half alles nichts. Ich „musste“ zuschlagen. Es war alles sehr lecker, jedoch hatte ich am nächsten Tag etwas Magenprobleme. Ist halt nicht das Beste, wenn man durcheinander isst... Trotz den Verdauungsproblemen gings am nächsten Tag weiter. Zum Glück jedoch nur zu einem Bekannten. Der Gastgeber war jedoch sehr beharrlich. So musste ich nebst Somsa (die waren superlecker!) und Suppe auch noch von der Torte kosten... Es hat alles sehr gut geschmeckt und ich hätte gerne noch mehr probiert; besonders ein zweites Somsa, aber ich konnte nicht mehr essen.


Zurück zum 31. Dezember. Gegen Mitternacht gingen wir dann nach Hause. Es ist üblich, dass man mit seiner Familie ins neue Jahr rutscht. Angestossen wurde bei uns mit Tee oder Kompott (usbekisches Getränk). Leider konnten wir weder das Feuerwerk der Stadt noch das hinter den Hügeln in der Nähe sehen. Aber die waren scheinbar beide nicht spektakulär. In Usbekistan ist es nicht wie bei uns, wo man in beinahe in jeder Stadt ein schönes Feuerwerk erleben kann. Hier ist (fast) alles auf Taschkent konzentriert. Das Feuerwerk der Hauptstadt ist mit Abstand das eindrucksvollste und wird auch im TV übertragen.


#weihnachten #neujahr #silvester #christmas #newyear #newyearseve

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About me

Hello, I'm Marlene. I am 28 and from Switzerland. As a little girl, I was fascinated by the Silk Road and especially Uzbekistan. In summer 2017, I visited the Central Asian country for the first time and immediately fell in love with the country and its people. Unfortunately, I also noticed how unknown Uzbekistan and the whole region are and how many prejudices prevail. With my blog I want to counteract it and show the real Uzbekistan.

 

Über mich

Hallo, ich bin Marlene. Ich bin 28 und komme aus der Schweiz. Schon als kleines Mädchen faszinierten mich die Seidenstrasse und allem voran Usbekistan. Im Sommer 2017 besuchte ich das erste Mal das zentralasiatische Land und verliebte mich sofort in Land und Leute. Leider merkte ich auch wie unbekannt Usbekistan sowie die ganze Region ist und wie viele Vorurteile vorherrschen. Mit meinem Blog möchte ich dem Entgegenwirken und das Echte Usbekistan zeigen.

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